CSC - SC Velbert 2 6:3
 
Bei perfektem Fussballwetter ging es heute gegen Velbert. Vor dem Spiel witzelte man noch darüber, ob man sich nicht im Vorfeld auf ein Unentschieden einigen könnte, würde dann doch ein "leichter" Sieg gegen Sonnborn für die Meisterschaft reichen. Dass das nicht unser Stil und schon gar nicht unser Anspruch ist, war natürlich jedem klar. Also machte man sich auf, den vorletzten Gegner spielerisch in die Schranken zu weisen. Das war der Plan, im Spiel sah die Realität ganz anders aus. Die Velberter machten einen tollen Job. Mit ihren grossgewachsenen und körperbetonten Spielern konnten sie in der ersten Halbzeit mehr als nur Paroli bieten. Dennoch gingen wir schon früh in Führung. Flo konnte sich in seiner unnachahmlichen Art und Weise über links befreien und vollstreckte dann eiskalt. Leider konnte auch der Gegner fast im Gegenzug den Ausgleich erzielen. Lange Bälle waren ihr Mittel. Nach vorne ging dann für uns nicht sehr viel. Die Leistungsträger, vielleicht noch mit Ausnahme von Flo, waren in der ersten Halbzeit nicht zu sehen und agierten teils lustlos. Es dauerte bis Mitte der ersten Halbzeit, ehe Moritz sich ähnlich wie Flo aber diesmal auf der rechten Seite freimachen konnte und endlich zur erneuten Führung einnetzen konnte. Wer nun dachte unsere Jungs würden das Heft des Handelns in die Hand nehmen musste enttäuscht konstatieren, dass jetzt sogar die schwächste Phase des Spiels kam. Velbert erarbeitete sich Chance um Chance und nach zwei Ecken in Folge konnten die Gäste erneut ausgleichen. Mit diesem Unentschieden ging es dann auch in die Halbzeitpause.
 
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Trainer Tim Wagner hier mit einem seiner Schützlingen beim Warm-Up.
 
Trainer Tim musste in der Pause klare Ansagen machen, denn dass, was die Jungs fabrizierten war nicht genug und einen Krimi wie gegen Union wollte keiner haben. So appellierte er insbesondere an seine Führungsspieler, endlich mehr zu tun. Auch das Passspiel, welches uns vor allem in der ersten Hälfte der Saison auszeichnete, sollte wieder mehr gepflegt werden. Und so war gleich in den ersten Minuten eine Verbesserung im Spiel zu sehen. Der Einsatz stimmte wieder und so konnte der Gegner tief in seiner Hälfte gehalten werden. Enrico war es dann, der sich auf seine Qualitäten besann und den einen oder anderen öffnenden Pass spielte oder sogar den tödlichen tiefen Pass direkt auf die Spitze. Von Enrico oder unseren Flügeln bedient machte Michele das, was er am besten kann - Tore schießen. Und so zeigte man, trotz eines weiteren Gegentreffers, eine versöhnliche zweite Halbzeit. 
Den Jungs kann man nach einer langen Saison nichts vorwerfen. Die Konzentration im 10. Rückrundenspiel und nach diversen sehr erfolgreichen aber anstrengenden Turnieren weiter auf höchstem Niveau zu halten ist einfach schwierig. So beschrieben es einige der Anwesenden treffend: "Es wird jetzt einfach Zeit den Sack zuzumachen und Meister zu werden!"
 
Jungs, noch ein Spiel! 
 
Es spielten: Henri (TW), Alper, Oualid, Matti, Nylian, Enrico, Florian (1), Luca, Michele (4), Moritz (1), Nico