Am 13. Mai 2018 stand unser letztes Saisonspiel gegen Bayer Wuppertal an. Bevor es aber mit dem Spiel losging, wurde das Trainerteam vom Jugendleiter verabschiedet. Sven, Lars und Andreas hören nach mehrjähriger Trainertätigkeit auf und widmen sich nun anderen Freizeitaktivitäten.

Leider haben wir es in den vorangegangen Spielen versäumt uns eine bessere Ausgangsposition für dieses Saisonfinale zu verschaffen. So hieß die Frage nur noch, wer wird Meister der Leistungsklasse: Bayer Wuppertal oder SSVg Velbert II. Unser dritter Platz war sicher und berechtigt die neue A2 zur Teilnahme an den Qualifikationsspielen zur Bergischen Leistungsklasse.

Dass für Bayer dieses Spiel enorm wichtig war zeigte, dass sie mit einem 20-Mann-Kader an die Hauptstraße kamen. Sie wollten zum einen Meister werden und zum anderen die Qualifikationsspiele vermeiden. Es war alles gerichtet für ein spannendes Spiel. Es entwickelte sich von Beginn an ein sehr abwechslungsreiches und gutes Spiel welches in der ersten Halbzeit keine Vorteile einer Mannschaft sah. Leider mussten wir schon in der 24. Minute krankheitsbedingt wechseln und unsere Innenverteidigung musste umgestellt werden. Dies brachte der Stabilität aber keinen Abbruch.

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Klare Torchancen gab es auf keiner Seite, sodass man nicht sehen konnte, welchen Verlauf das Spiel nehmen würde. In der 36. Minute dann der zweite Wechsel. Hiermit sollte der Druck nach vorne etwas gestärkt werden, da Bayer durchaus verwundbar schien. Aber direkt nach diesem Wechsel wurde nach einer Flanke von Bayer vor unser Tor nicht klar geklärt und der Nachschuss zappelte im Netz. Die Führung war zu diesen Zeitpunkt eher glücklich. Kurz danach mussten wir einen weiteren Spieler verletzungsbedingt wechseln. Das bis dahin harte, aber sehr faire Spiel ging in die Pause. Es war noch nichts verloren und Bayer konnte und sollte sich noch nicht in Sicherheit wiegen.

 

Da Spiel ging an diesem Sonntagnachmittag bei sehr diesigen Wetter in die zweite Halbzeit. Vom Anpfiff an versuchten wir auf den Ausgleich zu drängen. Einige gute Chancen wurden aber nicht verwertet. Aber auch Bayer kam immer öfters vor das Tor und wir verteidigten mit allen Mitteln. In der 62. Minute war es dann leider soweit. Mit einer schönen schnellen Kombination erspielten sich die Gäste eine Torchance, die sie eiskalt nutzen. Der Rückstand mit zwei Toren war nun gegen die beste Abwehr der Liga sicherlich schwer aufzuholen. Wir versuchten wirklich alles um noch einmal heran zu kommen, aber die sich bietenden Möglichkeiten vor dem Bayer-Tor wurden nicht genutzt. Mit dem 0-3 in der 70. Minute war das Spiel entschieden. Die Kraft ließ nach und Bayer spielte das Spiel souverän runter. Auch wenn wir am Ende noch Möglichkeiten zur Verbesserung des Ergebnisses hatten, so bleibt leider die Erkenntnis, dass wir im Offensiv-Bereich zu wenig Durchschlagskraft hatten. Dieses spiegelte sich aber auch in den vergangen Spielen schon wieder. Das 0-4 in der 85. Minute war dann der Schlusspunkt der Saison 17/18 in der Leistungsklasse.

Über die Saison gesehen war Bayer die konstanteste Mannschaft und ist verdient Meister geworden. Hier nochmals einen HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH in die Rutenbeck. Wir konnten in zwei Spielen keinen Punkt gegen sie holen. Jedoch gegen den Zweitplatzierten SSVg Velbert II konnten wir alle sechs Punkt auf unserer Seite verbuchen. Hätte man die Spiele in Langenberg, Mettmann und Linde gewonnen, welches durch aus im Bereich des Möglichen gewesen wäre, wären wir punktgleich mit Bayer nach dem letzten Spieltag. Aber so ist Fussball und es ist gut, dass man nicht alles planen kann.

Das Fazit der Saison ist trotzdem absolut positiv: Im Juni 2017 wussten wir nicht, wie der Kader aussehen wird. Das Ziel war ganz klar den direkten Klassenerhalt zu schaffen. Es fing gut an, sodass man das Ziel mit Platz 1-3 durchaus berechtigter Weise neu definieren konnte. Und dieses Ziel wurde trotz einiger Unwägbarkeiten (Spieler kamen und gingen, lange Trainingsausfälle wegen Schnee und die letzten acht Spiele in einem Monat ohne kontinuierlichen Trainingsbetrieb auf Grund von Nachholspielen) sicher erreicht. Mit 12 Punkten Vorsprung auf den TSV Gruiten war am Ende alles eindeutig. Das wir trotz eines laufenden Einspruches noch auf den zweiten Platz rutschen scheint unwahrscheinlich, da es in den Durchführungsbestimmungen scheinbar ein Lücke gibt, die wohl ausgenutzt wurde.

Neben dem sportlichen Aspekt hat dieses Team einen unwahrscheinlichen großen freundschaftlichen Zusammenhalt gehabt. Da hat sicherlich auch die Mannschaftsfahrt nach Spanien zu beigetragen. Es war eine tolle Saison, die sicherlich in guter Erinnerung aller bleibt. Das Team wird leider nicht so weiter bestehen bleiben. So geht es für einige in den Seniorenbereich, für andere in die neue A1 bzw. zu anderen Vereinen und ein weiterer Teil hört mit dem Fußball auf. Wir wünschen auf diesem Weg allen Spieler persönlich und sportlich alles Gute für die Zukunft!

Zum Team gehörten: Ali, Artur, Bogdan, Cemal, Denis, Denzel, Efekan, Fabian, Fatih, Jan-Miklas, Lasse, Luis, Mert, Mike, Mohsen, Nasim, Rachid, Rene, Paul und zusätzlich noch Philip als Torwarttrainer

Zusätzlich unterstützten uns noch verschiedene Spieler aus der A1 und B1 bei einzelnen Spielen. Hier möchten wir uns ausdrücklich bei den Spielern und Trainern recht herzlich bedanken.

Danke auch an alle weiteren Unterstützern wie Eltern, Fotografen und Sponsoren.

Als persönliches Fazit von meiner Seite bleibt am Ende nur zu sagen, dass man in den 10 Jahren Trainertätigkeit sehr viele Menschen kennengelernt hat. Auch wenn man vor, während oder nach dem Spiel manchmal anderer Meinung war, so freue ich mich doch jeden von euch wieder zu treffen. Dieses Ehrenamt ist eine Herausforderung in jeder Hinsicht. Viel persönliche Zeit wird der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt und die Nerven werden manchmal auf eine harte Probe gestellt. Am Ende sollen aber die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Zeit in einem Fussballverein in guter Erinnerung behalten. Und das wäre wünschenswert, wenn viele so denken würden.

Andreas Gehla

 

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