In der vergangen Woche standen zwei Spiele innerhalb von 44 Stunden an, sodass wir mit den dünn besetzten Kader bei beiden Spielen nicht mit Selbstläufern rechnen konnten. Gegen die Sportfreunde aus Dönberg reisten wir mit 13 Mann. Bei diesen 13 Spielern war noch ein reaktivierter Spieler dabei, der erst einmal mit trainiert hatte. Auf dem sehr engen Platz in Dönberg zeigte sich schnell, wer hier die technisch stärkere Mannschaft ist und gewinnen wollte. Nach erst 13 Minuten die absolut verdiente Führung. Mehrere gute Chancen haben wir zu diesen Zeitpunkt liegen lassen. Aber fasst im Gegenzug der Ausgleich. Absolute Nachlässigkeit im Defensivverhalten und sowas wird dann ausgenutzt. Ein kurzes Raunen ging durch die Mannschaft, so wollte man sich hier doch nicht die Blöße geben und Punkte liegen lassen. Bereits vier Minuten später erzielten wir wieder das Führungstor. Aber warum auch immer, gab dies immer noch nicht die Sicherheit, die es bräuchte um so ein Spiel sicher und souverän runter zu spielen. So war es wieder eine Stolpereinheit in der Abwehr, die die Dönberger in der 35. Minute zu einer der sehr seltenen Chancen nutzen und ausglichen. Wir verstanden die Welt nicht mehr. Ein absolut defensiv eingestelltes Team schießt gegen das Team mit den wenigsten Gegentoren der Liga zwei Tore. Nach der Halbzeit wurde es ein wenig besser und wir konnten innerhalb von sieben Minuten auf 4-2 zu erhöhen.

Jetzt sollte es aber laufen. Die Dönberger igelten sich hinten ein und machten keine Anstalten ein Tor erzielen zu wollen. Brauchten sie auch nicht, dass erledigten wir für sie. Ein Angriff über links wird in die Mitte geflankt und unser Verteidiger versenkt den Ball relativ sicher ins eigene Netz. 3-4! Wir hatten zuvor nur gegen SSVg Velbert und Bayer drei Tore in einem Spiel bekommen. Es dauerte dann bis zur 90. Minute bis wir das 5-3 erzielten. Solche Spiele braucht man an einem Donnerstagabend wirklich nicht.

Am Samstag ging es dann zum Viertplatzierten nach Gruiten. Das Hinspiel endete 1-1. Unser Kader hat sich etwas erholt und wir waren mit 14 Mann vor Ort. Das Spiel bei strahlendem Sonnenschein war am Anfang sehr abwechslungsreich und beiden Teams spielten hier auf Sieg. Unser Team zeigte aber eine merkliche Leistungssteigerung, sodass hier durchaus etwas zu holen war. Das Spiel bewegte sich meistens zwischen den 16er und die Torhüter hatten nicht richtig viel zu. Wenn es Torschüsse gab, gingen die über und neben das Tor. Bis nach einer Trinkpause (für mich nicht nachvollziehbar, da es nicht so warm war) wir mehr die Initiative übernahmen und mehr für einen Sieg arbeiteten. So war es dann mit dem Pausenpfiff ein Kopfball, der die Führung brachte. Mit diesem guten Gefühl ging es in die Kabinen. Drei Minuten nach Wiederanpfiff konnten wir nachlegen und erhöhten auf 2-0. Dies beruhigte uns doch erstmal, so war die Abwehr doch wieder wesentlich stabiler als am Donnerstag. Nach der Pause rückte dann auch der Schiedsrichter ein wenig mehr in den Mittelpunkt, der mit einigen Entscheidungen nicht immer die Meinung der Trainer auf beiden Seiten traf. Aber der Blickwinkel ist ja auch ein anderer. So wurden vermehrt gelbe Karten verteilt, teils gerechtfertigt, teils fragwürdig. In der 55. Minute wird aus unserer Sicht unser Innenverteidiger unterlaufen und stürzt dabei zu Boden und bleibt regungslos am Boden liegen. Elfmeter! War erstmal egal, dem Spieler ging es nicht gut. Nach der Behandlung fragte der Schiedsrichter, wer mich denn auf den Platz gebeten hätte. Egal. Ohren auf Durchzug gestellt. Hier ist mir die Gesundheit eines Spielers wichtiger, als das Reglement. Und der Elfmeter wurde natürlich auch sicher verwandelt. Nun kamen wir wieder in Bedrängnis. Gruiten drückte, aber ohne wirklich gefährlich zu werden. Wir spielten das Spiel herunter und in der 90. Minute der Treffer zum 3-1. Das war wichtig. So geht man jetzt als sicherer Gruppendritter in das letzte Spiel gegen Bayer Wuppertal am 13.5.2018 um 15.00Uhr. Wir hätten für das Saisonfinale gerne ein Endspiel gehabt, nun können wir nur noch Bayer Wuppertal die Meisterschaft streitig machen und Velbert zum Meister küren, sofern diese gewinnen.