Mit dieser Überschrift sollte man eigentlich zufrieden sein, jedoch ist das Unentschieden ein kleiner Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft. Auch wenn man noch voll im Soll mit dem eigentlichen Ziel ist, schmerzen die zwei verlorenen Punkte am gestrigen Abend. Die Konstellation vor dem letzten Hinrundenspiel im März (!) war klar: Gewinnt man, bleibt man weiter an Bayer dran, verliert man, ist man schon stark auf fremde Hilfe angewiesen. Die Gruitener, für mich am Anfang der Saison gar nicht auf dem Schirm, sind spätestens seit dem Sieg gegen Bayer ein ernstzunehmender Gegner geworden.

Das Team des CSC konnte am Mittwoch erstmalig wieder einigermaßen vollständig trainieren und war motiviert in das Spiel gegangen. Mit einem aggressiven Pressing versuchte man Gruiten den Ball frühzeitig abzujagen um dann selbst schnell vor dem Tor des Gegners zu kommen. Dies gelang auch gut, jedoch verfummelte man sich immer wieder vor dem gegnerischen Tor und kam nicht frühzeitig und effektiv zum Abschluss. Und wenn der Abschluss gelang, war der gut aufgelegte Gruitener Torwart zur Stelle. Wir hatten deutlich mehr Spielanteile in der ersten Halbzeit und es war eine deutliche Steigerung gegenüber letzten Samstag zu sehen. Trotz der Überlegenheit in dieser Halbzeit darf man die größte Chance der Gäste nicht unter dem Tisch fallen lassen: Aus dem Gewühl heraus wurde der zweite Versuch an dem Pfosten gesetzt. Hier stand ein Spieler plötzlich völlig frei, der glücklicherweise nicht genug Zielwasser getrunken hatte. In der zweiten Hälfte ging das Spiel ähnlich weiter, jedoch kam Gruiten immer besser ins Spiel. Das Spiel ging hin und her, wobei die klaren Torchancen auf beiden Seiten ausblieben. Ein sehr raffinierter Lupfer über rechts und über dem Torwart hinweg bescherte uns dann schließlich den Führungstreffer. Der Jubel war riesengroß, aber das Spiel war noch lange nicht gelaufen. Leider versäumten wir es nachzulegen, sodass eigentlich der einzige Fehler in der Abwehr zum Ausgleich führte: Der Ball wurde nicht klar aus der Gefahrenzone heraus befördert, sondern dem Gegner halbhoch in 18 m Entfernung auf dem Fuß gelegt. Dieser zog volley ab und der Ball schlug knapp unter die Latte im Tor ein. 1-1 in der 72. Minute. Nun wurde auf beiden Seiten versucht das Spiel noch zu gewinnen und auf unserer Seite gab es auch noch Möglichkeiten dazu, leider jedoch blieb uns der Siegtreffer verwehrt. Bewertet man das Spiel objektiv, geht das Unentschieden leider in Ordnung. Wir hatten mehr vom Spiel, haben uns auch immer wieder Vorteile erarbeitet, die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlt leider.

Kämpferisch kann man absolut keinen Vorwurf machen, spielerisch gibt es immer Potenzial, aber dafür spielen wir in der Leistungsklasse. Am Ende ist noch zu sagen, dass die beiden Mannschaften und die Zuschauer sich absolut fair verhalten haben. Der Schiedsrichter hat auch einen ordentlichen Job gemacht. Fehlentscheidungen wird es immer geben, heute hat aber keine zu irgendeinen Nachteil geführt.

Knapp 42 Stunden später steht nun das nächste Spiel gegen Dönberg an. Mal schauen, ob der Schnee nicht mal wieder dazwischen kommt.