Es gibt Tage, die möchte man am liebsten vergessen und keinen Bericht schreiben. Aber so gehören kleine Rückschläge dazu um gestärkt weiter zu machen.

Was war passiert? Der Tabellensechste aus Langenberg igelte sich mit der halben Mannschaft hinten ein und versuchte die Räume entsprechend eng zu machen. Genau dies haben wir so erwartet, da scheinbar dies ihre Spielweise ist, um gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte zu bestehen. Wir fanden Anfangs keine Mittel um dies zu durchbrechen und konnten nur durch Standards gefährlich werden. So waren es drei Kopfbälle nach Ecken die dem Tor gefährlich nahe kamen, aber eben nur nahe. Vor dem 16er hatten wir zu selten die Möglichkeiten den Abschluss zu suchen und wenn sich eine Lücke ergab, war der Abschluss zu schwach. Die Langenberger kamen erst zum Ende der ersten Halbzeit ein wenig mehr ins Spiel und wurden nur durch Standards wie Ecken etwas gefährlicher vor unserem Tor. So ging es mit einem 0-0 in die Halbzeit. Geduld war die Maßgabe die wir herausgaben, irgendwann werden wir die Chance zum Tor schon erhalten.

In der zweiten Halbzeit gelang es uns immer öfter die Abwehrreihen zu durchbrechen, wurden dann aber durch Fouls gestoppt. Diese Fouls störten zusehends den Spielfluss und wir passten uns immer mehr der schlechten Spielweise der Gastgeber an. Pässe kamen nicht mehr an und Bälle versprangen. Der 23. Mann rückte nun auch immer mehr in den Mittelpunkt. So wurden viele Fouls an uns nicht geahndet und das Spiel lief weiter. Aber auch auf der anderen Seite pfiff der Schiedsrichter nicht immer optimal nach Meinung aller Beteiligten. Da wir deutlich mehr Spielanteile hatten, waren wir demzufolge häufiger betroffen. So war es dann ein sehr gut geschossener Freistoß für Langenberg der die Führung brachte. Nun wurde es natürlich noch schwieriger und plötzlich kam aber wieder Leben in unserer Mannschaft, die bis dahin den schönen Sonnentag genießen wollten. Mit aller Macht drängten wir auf den Ausgleich und dieser wurde dann mit einem sehenswerten Fallrückzieher erzielt. Wir erhöhten den Druck, jedoch klare Chancen blieben verwehrt. Leider wurden klare Fouls an unserem Stürmer, der alleine aufs Tor zulief, nicht geahndet. So blieb es am Ende bei einem nicht zufriedenstellenden Unentschieden. So sehr das Unentschieden vielleicht schmerzt, umso ärgerlicher ist die völlig berechtigte rote Karte gegen unserem Spieler nachdem er gerade eine Fünf-Minuten-Zeitstrafe erhalten hat.

Grün-Weiß Wuppertal konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen und verlor gegen TSV Gruiten überraschenderweise. Bayer hingegen zieht weiter seine Kreise und ist weiter ungeschlagen. Mit Platz 2 und der besten Abwehr (mit Bayer und Langenberg) geht es nun in die Herbstferien. Hätte mir das am Anfang jemand gesagt, hätte ich ihn für verrückt gehalten. Seinen wir stolz auf das bisher Erreichte.